GLOSSAR

Viele Begriffe aus der Welt der thailändischen Amulette und der Sak Yants Tradition sind für europäische Besucher zunächst ungewohnt.In diesem Glossar erklären wir einige dieser Begriffe und geben einen kurzen Einblick in ihren kulturellen und spirituellen Hintergrund.

Tham Bun bedeutet wörtlich „Verdienst machen“ und beschreibt im buddhistischen Verständnis das bewusste Hervorbringen von guten Handlungen. Dazu zählen nicht nur Spenden oder Almosengaben (Dana), sondern auch das Einhalten von ethischen Regeln (Sila) und die geistige Entwicklung durch Meditation (Bhavana). Entscheidend ist dabei nicht die äußere Handlung, sondern die innere Haltung – ein klarer, aufrichtiger Geist gilt als Grundlage jedes Verdienstes.

Tham Bun zeigt sich im Alltag oft in einfachen Gesten: einem Menschen helfen, Rücksicht nehmen oder aus ehrlicher Absicht Gutes tun. Es ist kein einzelner Akt, sondern ein fortlaufender Bestandteil des täglichen Lebens in Thailand.

Der Begriff „Agkhara“ geht ursprünglich auf das Sanskrit/Pali-Wort Akshara / Aksara zurück und bedeutet „Buchstabe“ oder „Schriftzeichen“.

Im Zusammenhang damit wird häufig auch der Begriff Pasa Khom verwendet. Gemeint ist damit nicht eine eigenständige Sprache, sondern die traditionelle Verwendung von Pali-Inhalten in Khom-Schrift innerhalb religiöser und ritueller Kontexte.

Die Inhalte selbst basieren überwiegend auf Pali, der klassischen Sprache buddhistischer Lehren. In dieser Kombination werden Gebete, Mantras (Kata) und sakrale Formeln innerhalb der Yantra geschrieben.

Khom-Schrift gilt in Thailand als heilig und wird ausschließlich für spirituelle Zwecke verwendet. Eine Nutzung im Alltag ist unüblich und wird traditionell vermieden.

Überliefert wurden solche Texte unter anderem auf sogenannten Bai Lan (Palmblatt-Schriften), die über lange Zeit als Träger religiösen Wissens dienten.

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