Luang Pho Kalong Phra Pidta Na Thorahod Nuea Rae Khao Phnom Kulen – Run Trimas 49 A.D. 2006
Viele Phra-Pidta-Amulette folgen einem klaren Muster. Doch bei dieser Serie von Luang Pu Kalong greift dieses Verständnis zu kurz. Der entscheidende Unterschied liegt in einem jahrelangen rituellen Aufbau, der bereits bei einem Material beginnt, das eine über tausendjährige Geschichte in sich trägt.
Ein Aufbau über zwei Jahre
Diese Amulette wurden nicht für eine punktuelle Zeremonie produziert. Von B.E. 2547 bis 2549 verblieben sie zwei volle Jahre bei Luang Pu Kalong. Durch Atthithan Chit – die gezielte geistige Ausrichtung und kontinuierliche Praxis – gingen die angesammelten Verdienste (Barami) von Luang Pu Kalong direkt auf die Amulette über, ohne an eine formale Zeremonie gebunden zu sein. Begleitet wurde dieser Prozess durch Pluk Sek – die rituelle Belebung der Amulette. Diese Energie war schon vollständig aufgebaut, bevor die drei großen Zeremonien folgten:
- Thewa Phisek: 8.–10. Juli B.E. 2549 im Wat Suthat (brahmanische Weihe)
- Puttha Phisek: 5. November B.E. 2549 (buddhistische Weihe)
- Puttha Phisek: 5. Dezember B.E. 2549 (abschließende Weihe)
Die Lehre der Ayatana: Kontrolle der Sinne
Das Bild des Phra Pidta – die Augen mit den Händen bedeckt – symbolisiert die bewusste Arbeit mit den Ayatana. In der thailändisch-buddhistischen Lehre beschreibt dies die sechs Sinnesbereiche: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist.
Es verkörpert absolute Souveränität. Du entscheidest, was Wirkung auf dich entfalten darf. Wer seine Sinne beherrscht, bleibt in seiner Mitte, während die Welt um ihn herum laut wird – und hilft dabei, unangenehme Empfindungen (Vedana) zu transformieren statt von Ihnen gesteuert zu werden.
Das Material: Khao Phnom Kulen Mineral – Das Erbe der Yogis, Brahmanen und Rishi Khom
Diese Serie ist in drei Materialvarianten erhältlich – gleiche Weihe, gleiche Yantras, gleicher zweijähriger Aufbau. Der Unterschied liegt im Material und seinen spezifischen Eigenschaften:
Nuea Rae Khao Phnom Kulen Phan Pi
1000 Jahre altes Mineral aus Phnom Kulen, Kambodscha. Grünlich-violett, hart und spröde.
Nuea Nawa Loha Boran Phan Pi
Altes Mehrmetall aus verschiedenen Metallen und Fragmenten alter Objekte.
Nuea Takua Boran Phan Pi
Altes Blei, gefunden in alten Tempelbereichen.
Das Herzstück dieser Serie ist das seltene Mineral vom heiligen Berg Phnom Kulen in Kambodscha. Wer dieses Material trägt, verbindet sich mit einer über tausendjährigen Geschichte, die tief im alten Khmer-Reich und im Brahmanismus verwurzelt ist.
Saksit – spirituell aufgeladen: In der Blütezeit des Brahmanismus suchten hochrangige Yogis und Brahmanen gezielt nach diesem speziellen Mineral, um daraus heilige Statuen von Phra Isuan (Shiva) und Phra Narai (Vishnu) zu erschaffen. Man glaubte, dass die Kombination aus der Urkraft des Gesteins und den rituellen Veden-Gebeten die Statuen regelrecht belebte.
Ort der Kraft: Über Jahrhunderte war Phnom Kulen ein zentraler Versammlungsort für Rishi Khom – weise Einsiedler der Khmer-Tradition – und Ruesis, die dort meditierten, Katas rezitierten und Apinya entwickelten: übernatürliche Geisteskräfte, die durch tiefste Konzentration erlangt werden.
Transferierte Energie: Luang Pu Kalong betont in seinen Überlieferungen, dass an diesem Ort jede Handvoll Erde und jedes Körnchen Sand mit der spirituellen Energie dieser jahrhundertelangen Praxis gesättigt ist. Es ist kein totes Gestein, sondern ein Träger von transferierter, göttlicher Kraft. Wer dieses Mineral trägt, verbindet sich direkt mit dem Erbe dieser großen spirituellen Meister.
Khan Chong Loha: Ein weiterer zentraler Bestandteil des Materials ist antikes Spiegelmetall. Solche Spiegel gelten in der Überlieferung als Objekte, die negative Einflüsse nicht aufnehmen, sondern zurückweisen. Durch das Einschmelzen dieser Spiegel ging diese Eigenschaft direkt auf das Material der Amulette über.
Diese Serie wird unter dem Aspekt Narai Plaeng Ruup geführt – Vishnu (Narai) nimmt eine andere Gestalt an.
Dabei geht es nicht um eine Reinkarnation von Vishnu. Gemeint ist die Synthese zweier spiritueller Ebenen: Phra Pidta steht in seiner klassischen Form für Schutz und Abwehr negativer Einflüsse. Durch die Verbindung mit Vishnu erweitert sich dieser Ansatz grundlegend.
Der Fokus liegt nicht mehr ausschließlich auf dem Abwehren – Einflüsse werden nicht nur ferngehalten, sondern sie können sich verändern. Narai besitzt die Kraft, schlechte Dinge in gute umzuwandeln.
Das bereits im Material verankerte Khan Chong Loha verstärkt diesen Ansatz. Wie ein Spiegel nimmt es nichts Negatives auf – schädliche Einflüsse werden zurückgewiesen, bevor sie sich festsetzen können.
In der klassischen thailändischen Saga Khun Chang & Khun Paen – einem der bedeutendsten Epen der thailändischen Literatur – wird beschrieben, wie Phra Pidta Zeremonien in Momenten höchster Bewährung eingesetzt wurden. Nicht als Angriff, sondern als Mittel zur Klarheit und strategischen Überlegenheit. Wer die Situation überblickt, während andere reagieren, bestimmt den Ausgang.
Tragen und Verehrung
Es wird empfohlen, das Amulett direkt am Körper zu tragen.Im Haus aufbewahrt, dient es als kraftvoller Schutzraum für das Heim. Das Amulett unterstützt Glück, Wohlstand und sozialen Fortschritt – und fördert Metta Maha Niyom: eine nicht anhaftende, liebende Güte, die auf andere wirkt, ohne etwas einzufordern.
















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