Luang Pu Kalong Kiew Kaew – Wat Khao Laem, Sa Kaeo
Tao Wessuwan Narai Plaeng Ruup Run Raek Nuea Samrit Boran Phan Pi Tedin Trimes 49 B.E. 2549
Viele Amulette lassen sich relativ schnell einordnen.Bei dieser Serie funktioniert das nicht.
Es handelt sich um die erste Tao-Wessuwan-Darstellung, die Luang Pho Kalong erschaffen hat.
Die Weihen
Die Bezeichnung „Trimas 49“ wird oft vereinfacht als dreimonatige Weihe beschrieben. In diesem Fall greift das zu kurz.
Diese Serie wurde schon vor den „eigentlichen“ Weihen über einen Zeitraum von fünf Monaten von Luang Pho Kalong im Wat Khao Laem durch das Praktizieren uralter Rituale zu einem extrem energetisch geladenen Amulett. In dieser Zeit hat er kontinuierlich mit den Amuletten gearbeitet und sie damit zu besonderen Begleitern gemacht. Diese Phasen gehören bei Luang Pho Kalong zu seinen ganz individuellen Herstellungsprozessen.
Erst im Anschluss an diesen Prozess fanden diese drei Weihen in Bangkok im Wat Suthat statt und vervollständigten diesen Erschaffungsprozess.
– 08.–10. Juli 2549 Deva Phisek
– 05. November 2549 Puttha Phisek bei Vollmond des 12. Monats
– 05. Dezember 2549 2. Puttha Phisek am Königsgeburtstag
Vor diesem Hintergrund beschreibt „Trimas“ hier nicht eine Zeitspanne, sondern die Struktur dieser drei Weihen.
Narai Plaeng Ruup
Ein zentraler Bestandteil der Ausrichtung „Energie“ dieser Serie ist die Bezeichnung „Narai Plaeng Ruup“, Vishnu (Narai) nimmt eine andere Gestalt an. Dabei geht es nicht um eine andere Darstellung von Tao Wessuwan und auch nicht um eine Reinkarnation von Vishnu. Gemeint ist die Synthese zweier Ebenen.
Tao Wessuwan steht in seiner klassischen Form für Schutz, Kontrolle und Abwehr von Gefahren und negativen Einflüssen.
Durch die Verbindung mit Vishnu verschiebt oder genauer gesagt erweitert sich dieser Ansatz.
Dadurch liegt der Fokus nicht mehr ausschließlich auf dem Abwehren von Einflüssen, sondern auch darauf, wie mit bestehenden Situationen umgegangen wird. Einflüsse werden nicht mehr nur ferngehalten, sondern sie können sich verändern.
Narai besitzt die Kraft, schlechte Dinge in gute umzuwandeln.
Durch diese spirituelle „Partnerschaft“ bekommt diese Serie eine komplett andere Ausrichtung als die meisten klassischen Schutzamulette.
Auch Teile des verwendeten Materials folgte diesem Ansatz.
Material
Nuea Samrit Boran Phan Pi / 1000 Jahre alte Bronze
Zur Herstellung dieses Amuletts wurde „Samrit Boran Phan Pi“ verwendet – eine Bronzelegierung, deren Bestandteile aus bereits genutzten Materialien stammen. Für diese Serie wurden gezielt Metalle aus Tempelanlagen und Ruinen in Kambodscha gesammelt. Dazu gehörten Fragmente von Altären, rituelle Gegenständen, Metallteile aus historischen Bauwerken sowie antike Bronzearmreifen „Gamlai Samrit“.
Da diese Materialien über Hunderte von Jahren Teil ritueller Zusammenhänge waren oder sich an entsprechenden heiligen Orten befanden, gelten sie im traditionellen Verständnis als Saksit – als Materialien mit bereits vorhandener Kraft.
Ein besonders hervorgehobener Bestandteil ist der sogenannte Khan Chong Loha.
Dabei handelt es sich um einen antiken Metallspiegel, die im Zuge der Materialsuche zusammen mit anderen Objekten gefunden und später eingeschmolzen wurden.
Solche Spiegel werden in der Überlieferung mit der Eigenschaft verbunden, negative Einflüsse nicht aufzunehmen, sondern zurückzuweisen. Gemeint sind dabei unter anderem schädliche Absichten, Neid, belastende Gedanken oder Einwirkungen, die von außen kommen. Diese Eigenschaft ging durch das Einschmelzen dieser Spiegel auf das Material dieser Amulette über. Diese Spiegel gelten seit Tausenden von Jahren als heilige Gegenstände und sind heute bei Sammlern extrem beliebt.
Wie dieses Material verarbeitet wird, ist dabei kein Nebenaspekt.
Herstellung
Die Herstellung erfolgte entsprechend in einem alten, traditionell thailändischem Gussverfahren
„Tedin Thai Boran“
Dabei wird die Form direkt in den Boden, in Erde, Ton und Sand angelegt, in die dann das flüssige Metall eingegossen wird. Nach dem Guss und dem Erkalten werden die Formen vorsichtig zerschlagen und die Tonreste entfernt. Dabei verbleiben immer Rückstände der Ton-Form auf dem Amulett und machen jedes Stück einzigartig.
Es gibt nur noch einige wenige Gießer in Thailand, die diese Technik in einer solchen Qualität beherrschen.
Souveränität im 21. Jahrhundert
Das ist die eigentliche Schutzfunktion dieses Amuletts.
Stell dir vor, du stehst im Auge eines Sturms.
Dir schlägt etwas entgegen – Aggression, Neid oder der klare Versuch, dich aus der Fassung zu bringen.
In genau diesem Moment entscheidet sich, wie die Situation endet.
Gehst du in den Konflikt und verbrauchst deine eigene Energie – oder bleibst du die Instanz, die die Richtung vorgibt, bevor es überhaupt eskaliert?
Dieses Amulett setzt genau dort an.
Durch die Verbindung von Narai Plaeng Ruup und dem verwendeten Spiegelmetall entsteht ein Prinzip, das nicht auf Konfrontation basiert.
Einflüsse bleiben nicht an dir hängen. Sie greifen nicht durch.
Sie verlieren ihre Wirkung – und gehen dorthin zurück, wo sie entstanden sind.
Du gehst nicht in den Angriff.
Du setzt die Grenze.
Und genau das ist der Unterschied.
Es geht nicht nur um Abwehr, sondern um Kontrolle innerhalb der Situation.
Darum nicht reagieren zu müssen – sondern den Verlauf zu bestimmen.
Im Alltag zeigt sich das nicht laut, sondern präzise:
Du bleibst stabil, während andere die Kontrolle verlieren.
Du bleibst klar, während andere sich verstricken.
Dieses Amulett richtet sich nicht gegen etwas.
Es stärkt die eigene Position so weit, dass vieles gar nicht erst entsteht.
Und genau darin liegt seine eigentliche Qualität.
















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